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Elternselbsthilfe Zollernalbkreis

für suchtgefährdete und suchtkranke Töchter und Söhne

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Termine : Erfahrungsbericht einer Mutter
13.03.2018 13:27 ( 1019 x gelesen )

Erfahrungsbericht einer Mutter

Welch eine Entlastung! Lernen zu dürfen, dass man sein Kind weiterhin lieben kann.
Obwohl unsere Tochter, als sie 18 wurde meinte, alles ausprobieren zu müssen. Von Alkoholabsturz und Krankenhausaufenthalt mit Vollrausch über Kiffen und Amphetamine hat sie wohl alles ausprobiert. Die Polizei stand vor der Tür, weil sie im Chat als Käuferin identifiziert wurde. Aussage vor Gericht. Schlaflose Nächte. Komische Freunde. Rückzug aus der Familie. Essstörungen. Angstzustände, Panikattacken. Schulabruch kurz vor dem Abitur. Gewichtsverlust. Aggressionen. Tage werden zu Nächten, Nächte zu Tagen. Drei Wochen war sie einfach weg. In irgendeiner dubiosen „WG“.

Und hilflos dazwischen wir Eltern. Mit all der Sorge, Angst und Wut. Mit Selbstvorwürfen und Unverständnis.

Mein Mann und ich sind dann in die Selbsthilfegruppe gegangen. Das Erste, was zu lernen war – unter vielen Tränen - , dass wir sie nicht retten können ! WAS !?
Nein, es ging darum an sich selber zu arbeiten. Selber aus der Talsohle herauszukommen, die eine Suchterkrankung in der Familie mit sich bringt. Erstmal Sorge dafür zu tragen, dass es uns wieder gut geht.
Frei werden von der ewig bohrenden Frage „Was haben wir falsch gemacht?“
Es gibt ja noch ein älteres Geschwisterkind. Ohne Drogenprobleme, die ihren Weg mit Studium, Hobbys und Freude am Leben geht. Hat die große Schwester nicht die gleichen Bedingungen und Erziehungsgrundsätze erlebt wie unser Sorgenkind?
Für meinen Mann war die allergrößte Entlastung, die Schuldfrage fallenlassen zu können.

Hätte mir jemand gesagt, dass ich nicht loslassen kann, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Ich doch nicht. Ich bin keine Helikopter-Mama. Mein Schlüssel zur Genesung war: in Liebe loslassen.

Bei einem Seminar über Co-Abhängigkeit habe ich meine Muster erkennen dürfen und gelernt wie meine Tochter mich manipuliert.

Wir Eltern wurden gelassener. Und gleichzeitig strenger. Regeln wurden aufgestellt. Diesmal nicht um Sie zu erziehen oder zu ändern, sondern um UNS zu schützen. Und DAS war die Wende.

Unsere Tochter macht nun eine Ausbildung. Sie arbeitet an sich. Sie trinkt keinen Alkohol mehr und konsumiert nicht mehr. Sagt sie. Wir kontrollieren das nicht, denn es ist ihre Entscheidung was sie macht. Sie weiß aber, wenn sie einen Absturz hinlegt, muss sie ausziehen und zwar sofort. Nicht um sie zu strafen, sondern um UNS zu schützen.

Wir reden sehr viel. Wir haben unsere Liebe zueinander bewahren können. Wir erfahren jetzt auch Wertschätzung von ihr. Wie wichtig ihr die Familie ist. Ihre große Schwester hat auch wieder eine Beziehung zu ihr. Und wir erfahren auch wie schlecht es ihr ergangen ist.

Es wäre naiv zu glauben „Alles ist gut“. Sie wird wohl immer gefährdet sein, aber sie hat es erkannt und arbeitet daran. Und wir haben gelernt, dass das nicht unser Problem, sondern ihr Problem ist. Das Einzige was wir tun können ist ihr unsere grenzenlose Liebe zu schenken. In ihren guten und in ihren schlechten Zeiten. Und sie in Liebe ins Leben und in die Selbständigkeit zu entlassen.

DANKE an all die Eltern in der Selbsthilfegruppe für ihre Offenheit. Es war eine unendliche Hilfe frei reden zu können und zuzuhören, da hier nur Personen sitzen die sehr wohl verstehen, was man da als Betroffene/r gerade durchmacht. Mein Mann und ich haben die Abende als Quelle für neue Kraft und Hoffnung erlebt. Wir haben neue Sichtweisen kennengelernt. Wir haben viel gelernt über Sucht, unsere Verhaltensmuster und die „unserer Kinder“.

Erstaunlicherweise waren die „Symptome“ der Sucht bei allen fast gleich, obwohl die Süchte von Alkohol und Drogen auch Spielsucht und Magersucht betrifft. Also auch stoffunabhängige Süchte.

Mir wird es auf immer in Erinnerung bleiben, welche Liebe für unsre Kinder im Raum ist. Und wieviel Fürsorge der Betroffenen untereinander vorhanden ist.
Das alles ist nur möglich, weil zwei wunderbare Menschen ihre -wieder- gefundene Kraft einsetzen und die Selbsthilfegruppe gegründet haben und mit viel Engagement leiten.

Danke Adalbert. Danke Barbara.

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